Wärme und Kälte

Rund 58 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Bereitstellung von Wärme und Kälte. Die angestrebte Minderung der Treibhausgasemission sowie die Verringerung der Importabhängigkeit fossiler Energieträger können nur mit einer weitgehend auf erneuerbaren Ressourcen basierenden sowie effizienten Wärme- und Kälteerzeugung gelingen.

Prof. Dr.-Ing. habil Tobias Zschunke

Arbeitskreisleiter

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und aus sozialen Gründen muss auch die zukünftige Versorgung kostengünstig erfolgen. Dazu stehen eine Vielzahl etablierter und neuer Technologien zur Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Wärme und Kälte bereit. Diese werden von sächsischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen ständig weiter entwickelt und bereits heute zur Anwendung gebracht.

Der Arbeitskreis Wärme und Kälte verfolgt das Ziel, auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittene Lösungen anzubieten und insbesondere innovativen und zukunftsträchtigen Verfahren und Produkten den Weg in eine breite Anwendung zu ebnen. Dies erfolgt in enger Verknüpfung mit den Arbeitskreisen Gebäudeenergietechnik, Speicher und Netzdienstleistungen sowie Energieeffiziente Produktion.

Sie möchten im Arbeitskreis mitwirken?

Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir informieren Sie zeitnah über den Termin des nächsten Arbeitskreistreffens. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter: https://eveeno.com/AK-WuK

Organisation: Fr. Demmler

Leitung

Prof. Dr.-Ing. habil Tobias Zschunke
Hochschule Zittau/Görlitz
Tel.: +49 (0)3583 612-4843
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Co-Leitung

Dr. Clemens Schneider
Fraunhofer IEG
Schwenninger Weg 1
02763 Zittau
Tel.: +49 3583 612 3314
E-Mail senden

Dokumentation der Arbeitskreistreffen


Arbeitskreistreffen 20.06.2022

Thema: Nutzung geothermischer Potenziale in der Praxis: Exkursion nach Bad Schlema mit Besichtigung der Wasserbehandlungsanlage (WBA) Schlema-Alberoda

Das Arbeitskreistreffen am 20. Juni 2022 fand als Exkursion nach Bad Schlema mit einer Besichtigung der Wasserbehandlungsanlage (WBA) Schlema-Alberoda  statt, mit dem Ziel das geplante Vorhaben der Stadt Aue/Bad Schlema zur Nutzung eines anthropogenen Aquifers (Altbergbau) zur Beheizung des Gesundheitsbads ACTINON in ein Projekt zu überführen. Zudem bestand die Gelegenheit zur Vernetzung mit der regionalen Arbeitsgruppe Geothermie der Stadt Aue/Bad Schlema, die sich ebenfalls an der Exkursion beteiligt.


Arbeitskreistreffen 27.04.2022

Thema: Projektanbahnung zur Nutzung des Potentials von Aquiferspeichern für eine fossilfreie Wärmeversorgung

In Anknüpfung an das letzte Treffen wurde am 27. April 2022 mit den Online-Teilnehmern daran gearbeitet werden, das Potential von Aquiferspeichern zur Wärme- und Kältespeicherung in konkrete Praxisanwendungen zu überführen. Herr Dr. Oliver Titzmann, Ortsvorsteher von Bad Schlema, stellte ein konkretes Vorhaben  der Stadt Aue/Bad Schlema zur Nutzung eines anthropogenen Aquifers (Altbergbau) zur Beheizung des Gesundheitsbads ACTINON vor. Die Teilnehmer diskutierten konkrete Lösungsansätze. Frau Julia Hopf der JENA-GEOS®-Ingenieurbüro GmbH stellte die Ergebnisse Ihrer Masterarbeit zur Wirtschaftlichkeitsprognose von Aquiferspeichern und das von ihr entwickelte Berechnungsverfahren zur Kostenkalkulation vor.


Arbeitskreistreffen 28.02.2022

Thema: Potential von Aquiferspeichern für eine fossilfreie Wärmeversorgung

Wie die Ergebnisse des Forschungsvorhabens aquistore zeigen, bieten Aquifere ein großes Potential zur Speicherung von Wärme und Kälte und ermöglichen die Nutzung bisher nicht nutzbarer Abwärme, um den zeitversetzten Bedarf an niedertemperaturiger Wärme in Quartieren, kommunalen Komplexen, Gewerbegebieten oder ähnlichem zu decken. Für Investoren, Gemeinden und Genehmigungsbehörden liefern die Studienergebnisse eine gute Grundlage zur Initiierung von Projekten der saisonalen geogenen Wärme- bzw. Kältespeicherung an geeigneten Standorten. Hierfür wird eine Checkliste zur Verfügung gestellt.


Arbeitskreistreffen 25.11.2021

Thema: Projektanbahnung zum BMWi Förderwettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz

Die "Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft" (EEW) unterstützt seit 2019 durch Zuschüsse Unternehmen bei Investitionen in die Reduktion von CO2- und Energieverbräuchen und den Einsatz von erneuerbaren Energien in der Prozesswärme. Zum 1. November 2021 erfolgte eine Novelle des gesamten Programmpakets u. a. zu neuen Fördergegenständen sowie verbesserten Förderbedingungen für Unternehmen. Investitionen in neue hocheffiziente Technologien sowie energie- und ressourceneffiziente Maßnahmen werden mit bis zu 60 Prozent gefördert. Ziel ist die Verringerung der CO2-Emissionen, sei es durch moderne Anlagentechnik, die Nutzung erneuerbarer Energien oder die Vermeidung von CO2-intensiven Materialien. Der Projektträger VDI/VDE-IT stellte das Förderprogramm vor und stand dem Prozess der Projektinitiierung beratend zur Seite.


Arbeitskreistreffen 14.10.2021

Thema: Seethermie - umweltfreundlich heizen mit Wasser aus Tagebauseen

Die thermische Nutzung des Wassers aus Tagebauseen kann zukünftig einen Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung von Wohn- und Freizeitquartieren im Mitteldeutschen Revier leisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Strukturwandel-Studie der Metropolregion Mitteldeutschland, welche die Potenziale der Seethermie am Beispiel des Zwenkauer Sees untersuchte. Die daran beteiligten Akteure stellen die Studienergebnisse vor, beantworten Ihre Fragen und diskutieren mit Ihnen die daraus resultierenden Einsatzpotentiale der Technologie. Grundlage der innovativen Wärmeversorgung bildet die vom ILK Dresden entwickelte Vakuum-Flüssigeis-Technologie.


Arbeitskreistreffen 22.07.2021

Thema: Beitrag der kommunalen Wärmewende zum Klimaschutz

Der Klimaschutzstab der Landeshauptstadt Dresden gab Einblicke in den neuen „Dresdner Klimacheck“, einer Klimawirkungsprüfung die künftig den Beschlussvorlagen zu Bau-, Verkehrs- und Energieversorgungsvorhaben für den Stadtrat vorangestellt wird. Wie die energetische Transformation in kommunalen Bestandsgebäuden gelingen kann, demonstrierte Herr Daniel Landgraf der e7 Gruppe am Beispiel des Klinikums St. Georg Leipzig. Technologieanbieter und Dienstleister hatten anschließend die Möglichkeit, ihre Lösungen für die Gestaltung der kommunalen Wärmewende in kurzen Pitches zu präsentieren.


Arbeitskreistreffen am 15.12.202

Thema: Kalte Nah- und Fernwärme: Identifizierung neuartiger und bezahlbarer Ansätze für den Ersatz von Ölheizungen

Im Brainstorming mit den Akteuren wurde nach neuartigen und bezahlbaren Ansätzen für den Ersatz von Ölheizungen gesucht. Die Diskussion von Lösungsansätzen erfolgte so vielschichtig wie die zu betrachtenden Randbedingungen. Im nächsten Schritt wurden die diskutierten Herausforderungen strukturiert und durch die Teilnehmer mit möglichen Beiträgen und Lösungsansätze untersetzt, mit dem Ziel, nachhaltige Projekte mit Bezug zur innovativen Wärmebereitstellung zu entwickeln.


Auftakttreffen des Arbeitskreises am 30.10.2020

Fachworkshop „Nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung"

Das Auftakttreffen zur Formierung des Arbeitskreises Wärme und Kälte fand in Kooperation mit dem "Transferlabor Versorgungsinfrastruktur" des Saxony5-Projekts als Fachworkshop "Nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung" statt. Gegenstand der Veranstaltung waren Impulsvorträge sowie eine Diskussion zu den Themen: Ab- und Umweltwärme aller Temperaturniveaus nutzbar machen, Klima- und Prozesskälte bereitstellen sowie sparsam Heizen.

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