ENERGY SAXONY ThinkTank

Unterstützung von Industriebetrieben auf ihrem Weg zur "Smart Green Factory"

Vor dem Hintergrund der Energiewende und gesellschaftlichen Aufgabe der Gestaltung einer „Green Economy“ stehen Industrieunternehmen vor der Herausforderung, ihre Prozesse zu dekarbonisieren und mittels Digitalisierung dezentrale elektrische Energieversorgungssysteme, Produktionsabläufe bis hin zu gesamten Liefer- und Wertschöpfungsketten intelligent miteinander zu verknüpfen und im Sinne einer Verbrauchsoptimierung zu steuern. Die gesamtheitliche Betrachtung von Energie- und Materialflüssen ermöglicht eine Steigerung von Energie- und Rohstoffeffizienz und damit eine Reduktion von Kosten, Abfall und Emissionen.

Mit dem neuen Clusterservice „ENERGY SAXONY ThinkTank“ werden Produktionsbetriebe in ihrem Transformationsprozess auf dem Weg zur „Smart Green Factory“ durch eine als Denkfabrik organisierte Technologie- und Fördermittelberatung, Akteursvernetzung und zentral koordinierte Projektrealisierung durch Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt.

>> ENERGY SAXONY Pressemitteilung vom 22.04.2021

>> Vorstellung des ENERGY SAXONY ThinkTanks zur 3. Informations- und Vernetzungsveranstaltung in den Bereichen Energieforschung und -innovation der SAENA am 18.05.2021

Dekarbonisierung


Nicht nur energieintensive Produktionsbetriebe, sondern auch die Summe der Klein- und mittelständischen Unternehmen werden beim Gelingen der Energiewende zu Schlüsselakteuren, indem sie ihren Energiebedarf durch regenerativ erzeugten Strom an den eigenen Produktions- standorten perspektivisch selbst decken und gleichzeitig durch die Flexibilisierung von Lasten zum Ausgleich volatiler Stromeinspeisungen beitragen. Industrielle Verbraucher werden damit unabhängig von fossilen Energieträgern und können zur Gewährleistung der Netzstabilität im neuen Energiesystem beitragen.

Ressourcen- und Energieeffizienz

Auch die weltweit angestiegene Energie- und Rohstoffnachfrage und die damit verbundenen Preissteigerungen erfordern einen effizienteren Umgang mit Ressourcen sowie Produktivitäts- steigerungen zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Dies kann durch Technologieeinsatz und den Zusammenschluss von Unternehmen zu symbiotischen Verbünden realisiert werden. Die im Produktionsprozess entstehenden Abfälle sowie überschüssige Energie (Strom, Wärme, Kälte) können dann idealerweise von anderen Industriebetrieben kostengünstig als Ressource genutzt werden.

Digitalisierung


Die Digitalisierung ermöglicht über Smart Grids eine intelligente Verknüpfung und gemeinsame Steuerung/Regelung dezentraler elektrischer Energieversorgungssysteme, von Produktionsabläufen (Produktionstechnik, Produktions- und Gebäudeinfrastruktur) bis hin zu gesamten Liefer- und Wertschöpfungsketten eines Industriebetriebes. Zudem können mittels digitaler Lösungen und IoT-Anwendungen Echtzeitdaten zu Energie- und Materialflüssen erfasst und im Sinne einer Verbrauchsoptimierung aktiv zur Optimierung der Energienutzung/-kosten genutzt werden (Lastmanagement).


Unser Service für Industriebetriebe: Unsere Denkfabrik macht Sie zur Zukunftsfabrik!

Im ENERGY SAXONY ThinkTank betrachten wir die in Ihrem Unternehmen vorzunehmenden Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur Reduktion von Emissionen, Kosten und Abfällen ganzheitlich in einer Expertenrunde aus Forschungs- und Industrievertretern. Wir vernetzen Sie mit fachkundigen Beratern, Technologie- und Dienstleistungsanbietern und identifizieren für Sie geeignete Förderprogramme zur Finanzierung des Vorhabens. Dies geschieht in einem strukturierten, effizienten und zentral koordinierten Prozess, bei dem wir Sie von Anfang an begleiten:


Schritt 1: Call for Challenges

Energy Saxony ruft in regelmäßigen Abständen Industrieunternehmen dazu auf, ihre technischen Ziel- und Problemstellungen sowie Anforderungen an gewünschte Technologieumstellungen bis zum nächsten Stichtag in Form einer Kurzpräsentation einzureichen und nimmt eine thematische Vorsortierung der eingereichten Beiträge vor.

Schritt 2: Challenge Accepted

Bei Eignung der eingereichten Challenges für den ThinkTank erfolgt eine kostenpflichtige Aufnahme des Industriekunden in unser Netzwerk (Mitgliedsantrag). Mit dem Mitgliedsbeitrag werden die Organisation und Koordination des ThinkTanks finanziert. Die Höhe des jährlichen Mitgliedsbeitrags richtet sich nach der Anzahl der Mitarbeiter (Beitragsordnung).

Schritt 3: ThinkTank Kick-off

Energy Saxony organisiert eine Expertenrunde (Präsenz- oder Online-Veranstaltung), in der die eingereichten Aufgabenstellungen präsentiert werden. Der Teilnehmerkreis aus Vertretern aus Forschung und Industrie diskutiert gemeinsam Lösungsansätze und nutzt das Prinzip der Schwarmintelligenz. Energy Saxony moderiert den Diskurs und dokumentiert die Ergebnisse.

Schritt 4: Lösungsansatz

Nach erfolgter Nachbereitung des Kick-offs durch Energy Saxony erhält der Industriekunde ein Konzept mit technischen Lösungsvorschlägen, Preisabschätzungen und Förderprogrammvorschlägen zur Finanzierungsunterstützung. Bei Beauftragung wird das Vertragsmanagement mit den eingebundenen Akteuren auf Wunsch zentral über Energy Saxony abgewickelt.

Schritt 5: Realisierung

Zur Realisierung der gemeinsamen Projekt- arbeit stellt Energy Saxony digitale Tools bereit und koordiniert die unternehmens- übergreifende Zusammenarbeit im Rahmen der etablierten Arbeitskreise. Bei Großprojekten wird ggfs. ein Gesamtprojekt- steuerer beauftragt. Zudem unterstützt Energy Saxony in der Kommunikation mit potentiellen Fördermittelgebern.

Schritt 6: Reporting

Mit den umgesetzten Projekten werden Reallabore und Best-Practice-Beispiele geschaffen, die durch Energy Saxony medienwirksam nach außen getragen werden. Unsere PR-Arbeit stellt sicher, dass die Branchenakteure über die ThinkTank-Aktivitäten informiert werden und die entstehenden Projekte auf nationaler und internationaler Ebene Sichtbarkeit erlangen.

Anmeldung zum kostenfreien Beratungsgespräch

Sie möchten Ihren Produktionsbetrieb zukunftssicher machen? Unsere Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigen Ihnen auf, wie Sie mit technologischen Lösungen, digitalen Innovationen und Kooperationsansätzen den Energie- und Ressourcenverbrauch sowie Emissionen und Abfälle und damit auch Ihre Kosten deutlich reduzieren können. Nachfolgend können Sie sich zu einem kostenfreien Beratungsgespräch anmelden. Mark Richter, Hauptabteilungsleiter »Zukunftsfabrik« am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz und Leiter des ENERGY SAXONY Arbeitskreises Energieeffiziente Produktion, berät Sie gern persönlich zu den individuellen Möglichkeiten zur Implementierung und Optimierung nachhaltiger Energieversorgungsysteme und Kreislaufwirtschaftskonzepte an Ihrem Produktionsstandort. Nach Ihrer Anmeldung nehmen wir gern persönlichen Kontakt zu Ihnen auf.

https://eveeno.com/ensax-thinktank

Call for Challenges - Nächster Termin

Der erste Call for Challenges endet am 30.11.2021.

Bitte übersenden Sie uns in diesem Zeitraum per Email an thinktank@energy-saxony.net eine aussagefähige Kurzpräsentation zu Ihrem Unternehmen und Ihren Zielstellungen, die mit technologischen Lösungen umgesetzt werden sollen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

Wer kann im ENERGY SAXONY ThinkTank mitwirken?

Der ENERGY SAXONY ThinkTank versteht sich als offene Denkfabrik, bei der sich grundlegend alle Akteure mit Ideen und Lösungsvorschlägen einbringen können. Die bestehende Vernetzung des Energy Saxony e.V. mit anderen Clustern, wie z. B. Biosaxony e. V., Silicon Saxony e. V., buildingSMART Deutschland e. V, Cluster IT-Mitteldeutschland e. V., VEE Sachsen e. V., Smart Systems Hub, VEMASinnovativ oder dem BDEW (Übersicht unserer Partner), ermöglicht damit auch die Option, branchenübergreifende Expertise bei der Lösung konkreter technischer Problemstellungen hinzuzuziehen.

Die Mitwirkung an der konkreten Projektrealisierung im Rahmen der ENERGY SAXONY Arbeitskreise (Schritt 5) steht allen Mitgliedern des Energy Saxony e.V. offen.

Informationen zur Mitgliedschaft


Warum im ENERGY SAXONY ThinkTank alle gewinnen


Mit der gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen können Entwicklungen zum Nutzen der Gesellschaft vorangetrieben und Zukunftsfragen beantwortet werden. Für alle beteiligten Akteure werden mit dem ENERGY SAXONY Cluster Service Win-Win-Situationen geschaffen, mit denen auch positive Einkommenseffekte einhergehen:

  • Aufbau nachhaltiger regionaler Wertschöpfungsketten
    Werden Unternehmen dabei unterstützt, ihre Energie- und Stoffströme effizienter sowie zunehmend nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft zu gestalten und dabei verstärkt Erneuerbare Energien zu integrieren, entstehen nachhaltigere regionale Wertschöpfungsketten zum gleichzeitigen Wohl von Umwelt und Wirtschaft.

  • Sicherung einer ressourcen- und klimafreundlichen Energieversorgung als Wettbewerbsvorteil
    Mit einem Ausbau dezentraler Anlagen zur Erzeugung von Energie aus regenerativen Quellen auf dem Gelände sächsischer Industriebetriebe kann dazu beigetragen werden, Importabhängigkeiten von fossilen Energieträgern für die Industrie zu verringern. Die Kombination mit Energiespeichern und einer energieflexiblen Produktion stellt  eine nachhaltige Energieversorgung der Industrie sicher und bietet die Möglichkeit zur Erschließung von Wettbewerbsvorteilen im nationalen und internationalen Umfeld.

  • Fördermittel-Support
    Insbesondere für kleine und mittelständische Industriebetriebe bietet die  Dienstleistung eine wertvolle Hilfestellung zur Beschaffung von finanziellen Mitteln zur Implementierung technologischer Innovationen zur Reduktion ihres Energiekonsums, Emissionsausstoßes und Ressourcenverbrauchs.

  • Wissenschaftstransfer
    Mit der Einbindung von Wissenschaftsakteuren wird ein Beitrag zum Wissenschaftstransfer in konkrete wirtschaftliche Anwendungen geleistet. Forscher erhalten die Möglichkeit, ihre Entwicklungen im Praxisumfeld zu testen und zu optimieren.

  • Absatz- und Wirtschaftsförderung
    Die Umsetzung der Konzepte bietet den Netzwerksakteuren Gelegenheit, ihre Dienstleistungs- und Technologieangebote zu vermarkten und Absatz zu generieren, was wiederum Sachsen als Wirtschaftsstandort insgesamt stärkt.

  • Best-Practice-Beispiele zum Nachahmen
    Mit den umgesetzten Projekten werden Reallabore und Best-Practice-Beispiele geschaffen, die medienwirksam nach außen getragen werden. Damit werden möglicherweise auch andere Industrieunternehmen dazu inspiriert, ähnliche Lösungen in den eigenen Produktionshallen zu implementieren.


Sie haben Fragen oder Anregungen?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und beraten Sie gern in einem persönlichen Gespräch.

Geschäftsführer

Lukas Rohleder

Tatzberg 47
01307 Dresden

+49 171 2806608
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Cluster Services

Christiane Demmler

Tatzberg 47
01307 Dresden

+49 351 79 65 110
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