Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Das Fraunhofer IFAM Dresden betreibt mit industriellen und öffentlichen Partnern angewandte Forschung auf den Gebieten der Material- und Systementwicklung für die Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff.

Einerseits werden neuartige Elektrodenmaterialien und -designs für die alkalische Wasserelektrolyse erforscht. So sollen die Effizienz des Elektrolyseprozesses (Reduktion von Überspannungen) gesteigert sowie die Langzeitstabilität der Materialien verbessert werden. Weiterhin wir eine Steigerung der Stromdichten von derzeit ca. 300 mA/cm² auf 600-800 mA/cm² anvisiert. Hierfür werden glasartige Metalllegierungen und dreidimensionale zelluläre Metallstrukturen eingesetzt, deren elektrochemischen Eigenschaften durch die Zusammensetzung der Legierung und ihre Mikrostruktur bestimmt werden.

Weiterhin entwickelt das Fraunhofer IFAM Dresden Materialien, Fertigungsprozesse und Systeme für die reversible Feststoffspeicherung von Wasserstoff für portable, mobile sowie kleinstationäre Anwendungen. Im Fokus stehen konventionelle Metallhydride, Magnesium-basierte Leichtmetallhydride, Komplexhydride sowie Kompositmaterialien, welche in nanostrukturierter Form eingesetzt werden, wodurch die Kinetik der Wasserstoffsorption deutlich erhöht und ihre Speicherkapazität vergrößert werden können. Spezielle Metallhydride werden auch als Einweg-Speichermaterialien entwickelt, wobei die Freisetzung des Wasserstoffs thermisch oder mittels Wasserzugabe erfolgt.